Schnellschätzungen der Beschäftigung - Viertes Quartal 2011
Die Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 angefangen hat, ist auch bereits am Arbeitsmarkt sichtlich. Während des vierten Quartals des Jahres 2011 wird noch ein Wachstum der Arbeitsstellen in Höhe von 28.000 Arbeitsplätzen (0,8%) festgestellt aber dieses ist weniger kräftig als in den vorhergehenden Quartalen. Das Wachstum kennt einen Rückfall innerhalb der drei großen Segmente des Arbeitsmarktes, "Industrie und Baugewerbe" (0,2%), "Kommerzielle Dienstleistung" (1,1%) und "Nichtkommerzielle Dienstleistung" (0,7%).
Der Anstieg des Arbeitsvolumens in Vollzeitäquivalenten auf Jahresbasis ist noch viel kräftiger aber die Steigerung auf Jahresbasis wird verzerrt, indem das Arbeitsvolumen im vierten Quartal 2010 infolge der schlechten Wetterverhältnisse niedriger ausfiel. Nach Korrektur durch den Einfluss der Witterungsverhältnisse erreicht das Wachstum auf Jahresbasis ungefähr 45.000 Vollzeitäquivalenten (1,5%) und ist hierdurch auf der für das dritte Quartal 2010 festgestellten Ebene. In "Industrie und Baugewerbe" entspricht der Anstieg des Arbeitsvolumens fast dem Wachstum der Arbeitsplätze (0,3%). Das Wachstum des Arbeitsvolumens in Vollzeitäquivalenten im Sektor der "Kommerziellen Dienstleistung" (2,4%) und der "Nichtkommerziellen Dienstleistung" (1,6%) ist jedoch stärker als die Steigerung der Zahl der Arbeitsplätze.
Das Wachstum im besonders konjunkturbedingten Sektor der Zeitarbeit ist während des vierten Quartals ganz zum Erliegen gekommen. Nur im Segment der Angestellten war noch ein bescheidener Anstieg des Arbeitsvolumens merkbar. Das Wachstum des Sektors der Dienstscheck-Aktivitäten (+8%) ist anno 2011 viel weinger kräftig als während der vorigen Jahre. Die Zunahme der Beschäftigung wird auch durch eine Zahl von Sektoren (hauptsächlich im Bereich der kommerziellen Dienstleistung), die weniger schnell auf die Konjunkturschwankungen reagieren und in denen der Impakt der Wiederbelebung der Konjunktur des Jahres 2010 noch vorherrscht wie auch durch weniger konjunkturabhängige Sektoren (vor allem in der nichtkommerziellen Dienstleistung) bestimmt.
