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Nachrichtenarchiv

Wiederbelebung des Arbeitsmarktes angefangen 2010-09-29

Die Wiederbelebung des globalen Arbeitsmarktes, deren erste Anzeichen bereits im ersten Quartal merkbar waren, wird im zweiten Quartal stärker durchgesetzt. Sowohl was die Zahl der Arbeitsplätze als auch was das Arbeitsvolumen betrifft, ist zum ersten Male seit dem Anfang der finanziellen und ökonomischen Krise jedes Jahr von einem Wachstum die Rede. Das Wachstum wird jedoch noch in wichtigem Maße durch den Abbau der wirtschaftlichen Arbeitslosigkeit (Arbeitsvolumen), die Erholung der Zeitarbeit (sowohl Arbeitsplätze wie auch Arbeitsvolumen) und das sich noch immer fortsetzende Wachstum im Bereich der Aktivitäten mit Dienstleistungsschecks (Arbeitsplätze und Arbeitsvolumen) bedingt. 
Was vor allem im Vergleich zum ersten Quartal 2010 ins Auge fällt, ist die kräftige Zunahme des Arbeitsvolumens in Vollzeitäquivalenten (+ 70.000), was weitgehend durch die beschränktere Inanspruchnahme des Systems der vorübergehenden Arbeitslosigkeit (sowohl durch die Erholung der Produktion in einer Zahl von industriellen Bereichen wie auch durch den Wiederanfang im Baugewerbe und verwandten Bereichen nach den außerordentlichen Wetterverhältnissen im ersten Quartal) erklärt wird. 
Dennoch befindet sich das Arbeitsvolumen auf einer viel niedrigeren Ebene als derjenigen des zweiten Quartals 2008 (etwa -10%) durch die Verringerung der Zahl der Arbeitskräfte (infolge Umstrukturierungen, der Beendung zeitlich begrenzter Verträge, der Beschränkung der Einstellungen,...). Auch in bestimmten Teilen des Tertiärsektors ("Transport und Lagerung", "Information und Kommunikation" und " Finanzielle Aktivitäten und Versicherungen") sind die Folgen der finanziellen und ökonomischen Krise weiterhin deutlich spürbar.

Die in der Broschüre "Schnellschätzungen der Beschäftigung" beschriebenen Entwicklungen auf globaler und sektorieller Ebene sind Nettoentwicklungen. Im neulich erschienenen Bericht "Jobcreatie en - destructie tijdens de crisis" wird auf die bei den individuellen Unternehmen festgestellten Entwicklungen, die diesen Nettoentwicklungen zugrunde liegen, näher eingegangen. Dieser Bericht von Karen Geurts, Forschungsleiterin am HIVA-Institut der K.U Löwen, ist in Zusammenarbeit mit der Direktion der Statistik des Landesamts für Soziale Sicherheit (LSS) zustande gekommen.

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