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Nachrichtenarchiv

Kräftiger Zuwachs der Studentenarbeit im ersten Quartal 2012 - - - 2012-06-29

Die Studentenarbeit in Belgien hat im Laufe des ersten Quartals 2012 erheblich zugenommen. Dies geht aus Zahlen des Landesamts für Soziale Sicherheit (LSS) und des Landesamts für Sozialsicherheit der provinzialen und lokalen Verwaltungen (LSSPLV) hervor. Die Folgen der neuen Gesetzgebung für die Studentenarbeit werden jetzt auch in den Zahlen erkennbar.

Mehr Werkstudenten, länger arbeiten

Im ersten Quartal 2012 hatten 132.668 Studenten einen Job, was verglichen mit dem ersten Quartal 2011 um 19% höher ist.

Die Zahl der von Werkstudenten eingenommenen Arbeitsplätze belief sich auf 144.534 (+22%).

Studenten haben auch mehr Tage gearbeitet. Im ersten Quartal 2012 stellte die Studentenarbeit 838.556 geleistete Tage dar, was einer Zunahme von 38% gegenüber derselben Periode des vorigen Jahres entspricht.

Grafik Studentenarbeit 2011/1 en 2012/1 Personen, Arbeitsplätze und gearbeitete Tage

Arbeitgebermeldungen

Die Zahlen stammen von der DmfA, d.h. der Meldung, in der Arbeitgeber jedes Quartal die Lohn - und Arbeitszeitdaten ihrer Arbeitnehmer dem LSS und dem LSSPLV mitteilen. Infolge der Frist, die zur Einreichung der Meldung zugelassen ist und die zwecks deren Verarbeitung nötig ist, entsteht nur am frühesten 2 Monate nach dem Ende des Quartals ein einigermaßen komplettes Bild dieses Quartals.

Einwirkung der neuen Gesetzgebung

Es liegt auf der Hand, dass der Zuwachs der Beschäftigung der neuen Gesetzgebung über die Studentenarbeit, die seit 1. Januar 2012 in Kraft ist,  zuzuschreiben ist. Diesen neuen Vorschriften gemäß dürfen Studenten jetzt 50 Tage zu erniedrigten Sozialbeiträgen arbeiten, was um vier Tage mehr als unter der alten Regelung ist.

Außerdem verfügen die Studenten jetzt über die Möglichkeit, ihre Tage frei auszuwählen, was ihnen mehr Raum als unter dem früheren System gibt, um außerhalb des Sommers zu arbeiten. Vorher war es ihnen ja nur gestattet, höchstens die Hälfte ihrer Tage außerhalb den Sommermonaten zu arbeiten.

Impakt von Student@work

Die höheren Zahlen sind ein Indiz dafür, dass die neue Gesetzgebung bereits verhältnismäßig früh im Jahre 2012 große Bekanntheit genoss. Dies ist eine gute Nachricht, denn das LSS hat mittels des Projekts Student@work erhebliche Anstrengungen geleistet, um den Übergang zur neuen Gesetzgebung so gut wie möglich zu begleiten. Dank (unter anderm) der Website www.studentatwork.be, einer Fernsehkampagne und einer starken Anwesenheit in den sozialen Medien hat das LSS überdies viel über die neue Regelung kommuniziert.

Die Zahlen betonen ebenfalls die Wichtigkeit des Online-Zählers ‘Student@work-50days’, den das LSS eingeführt hat. An diesem Zähler können Studenten ablesen, auf wieviel Tage sie noch Recht haben. Wer viele Tage arbeitet, will auch genau seinen Stand verfolgen. ‘Student@work – 50days’ deckt dieses Bedürfnis. Die neue Gesetzgebung und der Zähler sind daher unlöslich miteinander verbunden.

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