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Das Wachstum am Arbeitsmarkt kommt zum Erliegen 2012-07-11

Schnellschätzungen der Beschäftigung - Erstes Quartal 2012

Das Wachstum der Beschäftigung kommt am Anfang des Jahres 2012 nahezu ganz zum Erliegen. Das Wachstum fällt sowohl auf der Ebene der Arbeitsstellen (+0,1%) als auch im Bereich des Arbeitsvolumens in Vollzeitäquivalenten (+0,4%) zurück.  Diese Verschlechterung der Lage am Arbeitsmarkt tritt innerhalb der drei großen Segmente des Arbeitsmarktes, "Industrie und Baugewerbe" (-0,2% an Arbeitsplätzen), "Kommerzielle Dienstleistung" (+0,1%) und "Nichtkommerzielle Dienstleistung" (+0,3%) ein. Der Anstieg des Arbeitsvolumens in Vollzeitäquivalenten auf Jahresbasis kennt ebenfalls einen starken Rückgang und dies nicht nur ausschließlich durch die Auswirkungen der schlechten Wetterverhältnisse, die im ersten Quartal 2012 bedeutender als während derselben Periode des Jahres 2011 waren.

Die schlimmere Konjunkturlage führt zum ersten Male seit Anfang 2010 zu einer negativen Entwicklung der Beschäftigung im konjunkturbedingten Segment “Industrie und Baugewerbe”. Diese Entwicklung setzt sich in einen noch stärkeren Rückgang im Sektor der Zeitarbeit um. Dieser Sektor kennt im ersten Quartal 2012 einen Rückgang im Bereich des Arbeitsvolumens um ungefähr 6% gegenüber dem ersten Quartal 2011 (-8% bei den Handarbeitern, -3% bei den Angestellten). Aber auch in den weniger konjunkturbedingten Sektoren ist das Wachstum weniger stark als in den vorhergehenden Jahren. Dies ist unter andern der Fall im Sektor der Dienstscheck-Aktivitäten, der noch wohl durch einen beträchtlichen Anstieg (+7% an Arbeitsplätzen, +12% an Arbeitsvolumen) gekennzeichnet wird, aber auch im Bereich der nichtkommerziellen Dienstleistung. Möglicherweise hat die Ersparungspolitik der verschiedenen Behörden hier Folgen. Durch die Reform im Rahmen von Capelo wird es jedoch schwierig, ein deutliches Bild über die Beschäftigungsentwicklung im öffentlichen Sektor und im Unterrichtswesen zu bekommen.

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