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Arbeitsmarkt: Industrie und Baugewerbe schrumpfen weiter 2013-01-15

Der Rückgang der Wirtschaftstätigkeit in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 bleibt nicht ohne Folgen für die Beschäftigungsrate. Anders als in den Jahren 2008 und 2009 wird die verschlimmernde Konjunktur jetzt nur noch in geringem Maße durch eine Arbeitszeitkürzung (mittels der Systeme der wirtschaftsbedingten Arbeitslosigkeit oder des Zeitkredits) ausgeglichen, wodurch die Zahl der Arbeitsplätze sich in ungünstigerem Sinne als das in Vollzeitäquivalenten ausgedrückte Arbeitsvolumen entwickelt.

Am 30. September 2012 ist die Zahl der Arbeitsstellen im Vergleich zum 30. September 2011 um 0,4% gesenkt. Der Rückgang situiert sich vor Allem in den Arbeitsmarktsegmenten "Industrie und Baugewerbe" (-1,3% an Arbeitsplätzen) und "Kommerzielle Dienstleistung"
(-0,9%).

Arbeitsstellen

Im Arbeitsmarktsegment der "Nichtkommerziellen Dienstleistung" wird erneut eine leichte Erhöhung (+0,5%) der Zahl der Arbeitsplätze im Vergleich zur Lage des vorigen Jahres festgestellt. Durch die sogenannte Capelo-Reform wird es aber schwierig, ein deutliches Bild über die Beschäftigungsentwicklung im öffentlichen Sektor und im Unterrichtswesen zu bekommen.      

Arbeitsvolumen

Die Entwicklung des Arbeitsvolumens in Vollzeitäquivalenten auf Jahresbasis kennt noch einen leichten positiven Wert (+0,1%). Im Sektor “Industrie und Baugewerbe” gibt es gleichlaufend mit dem Rückgang der Arbeitsplätze auch eine (einigermaßen beschränktere) Senkung des Arbeitsvolumens (-0,8%). Im Wirtschaftsbereich der "Kommerziellen Dienstleistung" hat sich das Arbeitsvolumen gegenüber dem dritten Quartal 2011 kaum geändert (+0,1%). Im Bereich der "Nichtkommerziellen Dienstleistung" ist der Zuwachs des Arbeitsvolumens (+0,9%) etwas höher als der Zuwachs der Zahl der Arbeitsplätze aber auch hier soll bemerkt werden, dass die Zählung infolge der Änderungen des Meldeverfahrens im öffentlichen Sektor schwer einzuschätzen ist.

Evolution of Angestelltenverhältnis in der Privatwirtschaft

Zeitarbeit und Dienstschecks

Die verringernde Nachfrage nach Arbeitskräften führt auch eine Senkung der Beschäftigung von Zeitarbeitern herbei. Der Zeitarbeitssektor kennt im dritten Quartal 2012 einen Rückgang des Arbeitsvolumens um ungefähr 8,5% gegenüber dem dritten Quartal 2011 (-10% bei den Handarbeitern, -7% bei den Angestellten).

Die Nachfrage nach Arbeitskräften in den privaten Haushalten über das System der Dienstschecks nimmt weiterhin zu (Wachstum auf Jahresbasis : +4% an Arbeitsplätzen, +8% in Arbeitsvolumen). Die Wachstumsraten sind dennoch während der letzten Quartale stark zurückgegangen.



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