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Arbeitsmarkt : Die unselbständige Beschäftigungslage verschlechtert sich weiterhin 2013-07-10

Die unselbständige Beschäftigungsrate schrumpft auch im ersten Quartal des Jahres 2013, so dass im Bereich der Arbeitsbeschaffung von einem Double-Dip-Szenario gesprochen werden kann : dem abrupten Rückgang der Beschäftigung im Jahre 2009 folgt, nach einer Erholung in der Periode 2010-2011, ein neuer Schrumpf der Erwerbstätigkeit. Sowohl an der Zahl der Arbeitsplätze am 31. März 2013 (-0,9%) als auch am Arbeitsvolumen in Vollzeitäquivalenten (-1,2%) gemessen, wird gegenüber dem ersten Quartal 2012 eine Senkung der unselbständigen Erwerbstätigkeit festgestellt.

Im Vergleich zur Periode 2008-2009 wird der Schrumpf der Beschäftigungsrate weniger durch zeitlich begrenzte Maßnahmen (vor allem wirtschaftsbedingte Arbeitslosigkeit) gekennzeichnet, wodurch der Rückgang der Erwerbstätigkeit fast gleich stark in den Statistiken der Arbeitsplätze und des Arbeitsvolumens festzustellen ist (siehe Figur 1). Die Abnahme der Erwerbstätigkeit ist auch im Vergleich zur Periode 2008-2009 weniger in der Industrie konzentriert, denn unter dem Einfluss des zurückgegangenen privaten Konsums und der Beschränkung der öffentlichen Ausgaben gerät die Beschäftigungslage in einer größeren Zahl von Bereichen (Bauwesen, Handel, Hotel – und Gaststättengewerbe, öffentliche Verwaltung, …) unter Druck.

Die Erwerbstätigkeit in den Arbeitsmarktsegmenten "Industrie und Bauwesen" geht in einem beschleunigten Tempo zurück. In der Industrie beträgt der Rückgang der Beschäftigung im ersten Quartal 2013 bereits -2,3% an Arbeitsplätzen gegenüber dem ersten Quartal 2012. Die Verringerung des Arbeitsvolumens in Vollzeitäquivalenten erreicht sogar einen Minuswert von -4,7%, obwohl dieser Sturz ohne die außergewöhnliche hohe Zahl der Tage des witterungsbedingten Arbeitsausfalls im ersten Quartal 2013 wahrscheinlich auf ungefähr 3% beschränkt gewesen wäre.

Im Arbeitsmarktsegment der “Kommerziellen Dienstleistung” gibt es sowohl an der Zahl der Arbeitsplätze wie auch an der Zahl des Arbeitsvolumens in Vollzeitäquivalenten gemessen einen Rückgang von beziehungsweise -1,0% und -0,6%. Dieser Rückgang ist insbesondere in den Bereichen des Handels, des Transports, des Hotel – und Gaststättengewerbes und der finanziellen Dienste festzustellen.  

Im Segment der "Nichtkommerziellen Dienstleistung" wird noch eine Verbesserung der Zahl der Arbeitsplätze (+0,3%) und des Arbeitsvolumens (+0,9%) gegenüber dem vorigen Jahr registriert. Das Wachstempo ist im Vergleich zu den vorigen Jahren jedoch stark zurückgegangen infolge einer negativen Beschäftigungsentwicklung im Bereich der öffentlichen Verwaltung, einer Stagnation im Unterrichtswesen und einer niedrigeren Wachstumsrate in den Sektoren der Krankenpflege und der Sozialdienstleistungen.      

Die verringerte Nachfrage nach Arbeitskräften führt auch eine Senkung der Beschäftigung von Zeitarbeitern herbei. Der Zeitarbeitssektor kennt im ersten Quartal 2013 einen Rückgang des Arbeitsvolumens um ungefähr 8,5% gegenüber dem ersten Quartal 2012 (-11% bei den Handarbeitern, -4% bei den Angestellten).

Die Nachfrage nach Arbeitskräften in den privaten Haushalten mittels des Systems der Dienstschecks nimmt noch immer weiter zu (Wachstum auf Jahresbasis : +6% an Arbeitsplätzen, +8% in Arbeitsvolumen). Die Wachstumsraten sind trotzdem während der letzten Quartale stark zurückgegangen.

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